Auf den Spuren der Mayas

Palenque ist ein beliebtes Ziel von Reisegruppen und so haben wir uns gar nicht über die vielen Verkaufsstände, Führer für die Anlage und Touristenmengen gewundert. Die Ruinen stehen wunderschön im Dschungel und man kann auf viele hohe und große Gebäude steigen. Mehrere Wege in der Anlage sind gesperrt, da dort noch Gebäude freigelegt und wiederaufgebaut werden. Ganz besonders gefallen hat uns hat der Weg bergab zum Museum, welcher entlang eines Flusses mit schönen Wasserfällen und Becken inmitten des Regenwaldes zu weiteren kleineren Gebäudekomplexen führt.


Hier sind einige Privatbilder.

Angeregt von Palenque sind wir in die Rio Bec Gegend gefahren, wo es zahlreiche größere und kleinere Ruinen zu besichtigen gibt. Wir haben uns zuerst Calakmul angesehen, welche nur wenig besucht wird, da sie nur über eine lange Anfahrt mit dem eigenen Fahrzeug erreichbar ist. Vor 2000 Jahren stand hier eine riesige Stadt mit über 7000 Gebäuden und großem Einflussbereich. Heute stehen die entlegenen Ruinen mitten im Dschungel und auf den hohen Gebäuden sieht man bis an den Horizont nur grünen Wald, welcher Heimatbereich vieler Tiere ist. Wir haben Brüllaffen, Tukane, wilde Truthähne, Schlangen, Wildschweine und sogar eine Vogelspinne gesehen (allerdings hat diese ihre plötzliche Begegnung mit dem Bremach leider nicht überstanden). Die Kinder waren von der Tierwelt begeistert und bei Max und mir kam beim Erkunden richtiges Indiana Jones Gefühl auf, insbesondere als in einer dunklen Kammer auch noch Fledermäuse umherschwirrten.


Wir haben in Calakmul viel mehr Zeit verbracht als erwartet, weil es uns so gut gefallen hat, aber auch weil man sehr viel laufen muss. Daher konnten wir nicht mehr so weit fahren wie gedacht, haben aber in einem Dorf eine schöne Übernachtungsmöglichkeit direkt am Fußballplatz gefunden. Die Einwohner des Dorfes haben uns natürlich einen Besuch abgestattet und schwärmten dabei so von „ihren“ Ruinen, dass wir uns Becan nicht entgehen lassen konnten. Noch bevor die Tore am Morgen geöffnet hatten, standen wir startbereit davor. Becan hat viele Wohngebäude, fast wie Apartmentgebäude in modernen Städten, und besaß als einzige Mayastadt einen Wassergraben. Für Carla und Robert gab es auch wieder viele kleine Gänge und labyrinthartige Gebäudestrukturen zum Rumrennen und Erforschen.

Die Ruinen von Kohunlich konnten wir uns dann auch nicht mehr entgehen lassen, da sie nicht weit ab von der Straße sowieso fast auf unserem Weg lagen. Diese Anlage war wieder ganz anders als alle zuvor, genauso wie moderne Städte alle ihre Gemeinsamkeiten und doch ihren eigenen Charme haben. Kohunlich liegt mitten im Regenwald unter dichten Palmen und der immer wiederkehrende Regen hat zu einer besonderen Atmosphäre beigetragen. Wir haben uns abwechselnd die Ruinen angesehen währen die Kinder ihren eigenen Spaß mit riesigen Palmwedeln unter dem trockenen Blätterdach hatten.


Privatbilder von uns inmitten der Ruinen gibt es hier.

Nun sind wir an der langersehnten Laguna Bacalar gelandet, wo wir eigentlich einige Tage Ausspannen wollten, bevor wir uns von Mexiko verabschieden. Nur leider macht uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung: der ansonsten nach Karibik aussehende warme See ist von dem vielen Regen der letzten Wochen total überflutet. Wir sind trotzdem mit unseren zwei kleinen Wasserratten gleich reingesprungen. Wenn es aber die nächsten Tage weiter so regnet, werden wir wohl früher als gedacht (und viel später als ursprünglich erwartet) nach Belize aufbrechen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

CAPTCHA-Bild

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Post Navigation