Strandleben in Zipolite und Sightseeing in Tuxtla

Unsere Zeit in Zipolite war wunderbar. Wir wohnten an einem herrlichen Sandstrand direkt neben schattenspendenden Palmenhüttchen und sprangen gelegentlich in die angenehm warmen Wasser des Pazifiks, um uns etwas abzukühlen. Zipolite ist etwas abgelegen und es leben viele alt 68er hier, entsprechend herrscht eine völlig entspannte Atmosphäre und der Strand lädt förmlich dazu ein, nichts zu tun. Unsere Kinder hatten viel Spaß mit den Kindern von Carine und Andreas und wir feierten sogar Tobias Kindergeburtstag zusammen. Pünktlich zum Kaffeetrinken stießen noch Liliane und Nick aus Südafrika zu uns, die gerade auf den Spuren ihres Sohnes durch Mexiko reisen. Bestens erholt und bereit für neue Eindrücke machten wir uns auf den Weg nach Chiapas, dem ärmsten, aber wahrscheinlich auch interessantesten Bundesstaat Mexikos.
Hier ist unsere Bildergalerie zu Zipolite:


Und hier gibt es einige Privatbilder.

Zuvor kamen wir aber noch an den Istmus von Mexiko, hier sind die beiden Ozeane nur 210km voneinander entfernt und die Berge nicht höher als 250m. Dementsprechend herrscht hier ein ganz besonderes Klima. Der konstante und sehr starke Wind wird dank großer Windkraftwerke zur Energieversorgung genutzt und er scheint die Bewohner der Region äußerst positiv zu beeinflussen. In Tehuantepec wollten wir nur kurz etwas zu Mittag essen und fanden einen lebhaften, authentischen Markt mit einer unglaublich warmen Atmosphäre. Wir wurden prompt zum Mittagessen eingeladen und Carla und Robert haben im Sturm die Herzen der Marktfrauen erobert – und eine Menge leckeres Obst geschenkt bekommen. Nach einer Nacht an einer Tankstelle in der Nähe, wurde vom anwesenden Polizisten dann auch gleich mal getestet, wie weit wir schon von der Freundlichkeit und Großzügigkeit der Einheimischen angesteckt wurden. Das war das erste und einzige Mal, dass wir einem mexikanischen Polizisten einen kleinen Schein zustecken mussten. Überwältigt von der Gegend überließen wir es unserem Bremach, sich wacker durch den Wind zu kämpfen, bis wir schließlich wieder ins Bergland kamen. Es wurde kühler, der Wind hörte auf und wir erreichten Tuxtla Gutierrez.

Hier sahen wir das erste Mal so etwas wie Slums, viele notdürftig erbaute Wellblech- und Holzhüttchen, zumindest in den Randbezirken der Stadt wird mehr Armut ersichtlich als in anderen Städten, die wir bisher sahen. Wir nutzen die Zeit in der größeren Stadt, um Einkäufe zu erledigen und einige Kleinigkeiten am Auto in Ordnung zu bringen, von der Innenstadt sahen wir nicht viel. Dafür waren wir im Zoo, wo die einheimischen Tiere in einer wunderschönen Anlage betrachtet werden können. Unter anderem gibt es in Chiapas große Leguane, lange Schlangen, Krokodile, Affen, Jaguare, Pumas und so weiter – kurzum, wir waren völlig überrascht, was für eine Artenvielfalt hier anzutreffen ist. Der Zoo ist so harmonisch in die Umgebung eingegliedert, dass manche Zoobewohner, wie zum Beispiel die Affen, nicht nur von Menschen, sondern auch von ihren wilden Artgenossen bestaunt werden.

Die größte Attraktion der Stadt ist der Canyon de Sumidero, eine ca. 1000m tiefe Schlucht, die dank einer großen Staumauer mit dem Boot durchfahren werden kann. Mit kleinen, aber sehr schnellen Booten fährt man über 45km in die Schlucht hinein und kann dabei allerlei bewundern: 1000m hohe Wände zu beiden Seiten, die mit allerlei tropischer Vegetation überwuchert sind, viele Flusskrokodile, die sich auf den Sandbänken sonnen und allerlei großes Gefieder. Allein die schnelle Bootsfahrt ist ein Erlebnis und in einer so grandiosen Umgebung nochmal mehr etwas ganz besonderes. Leider sammelt sich in dem See im Canyon auch allerlei Unrat an, der flussaufwärts entsorgt wird. Da der Canyon ein Nationalpark ist wird viel unternommen, um das Wasser zu reinigen, dennoch haben wir einige Müllteppiche zu sehen bekommen und durch einen musste sich das Boot sogar vorsichtig seinen Weg bahnen. Ganz überrascht waren wir davon nicht, ist Müll in Mexiko doch fast zum ständigen Begleiter geworden – er liegt an den Straßen, an Parkplätzen, entlang von Wanderwegen, kurz gesagt, wo hier Menschen hinkommen, bleibt der Müll erstmal liegen. Lediglich Nationalparks, Innenstädte und Kulturdenkmäler sind sauber, hier wird mit viel Initiative weggeräumt, was so nebenbei auf den Boden fällt.

Wir haben uns den Canyon am nächsten Tag auch noch von oben angeschaut und an den Aussichtspunkten entlang der Abbruchkante über einen halben Tag mit Spazierengehen und Runterschauen verbracht.

Privatbilder von unserer Zeit in und um Tuxtla findet ihr hier.

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