Yellowstone – Hohe Berge, wilde Tiere und endlose Wildnis

Nach unserer langen Fahrt durch den Wilden Westen wurde es Zeit, wieder ein paar Berge zu sehen. Wir sind über den Beartooth Pass gefahren und haben mit unserem BREMACH eine erste Höhenmarke geschafft – die Passhöhe ist auf über 3300m! Um die Höhe etwas genießen zu können, haben wir die Nacht in einem dichten, uralten Wald auf 2950m über dem Meer verbracht und einen wunderbaren Sternenhimmel bestaunt. Es ist faszinierend, wie weit oben hier die Baumgrenze ist. Inspiriert durch die vielen Schilder, endlich in „Grizzlycountry“ zu sein, sind wir ganz früh aufgestanden und in Richtung Yellowstone National Park gefahren. In der Dämmerung sind die Chancen wilde Tiere zu sehen, nämlich am größten. Außer Wald und Berge im schönen Morgenlicht haben wir aber nichts gesehen – dafür waren wir rechtzeitig am Campingplatz um uns einen der raren Plätze zu ergattern. Wir haben uns für drei Nächte am Slough Creek eingenistet, die ist der ruhigste und naturnahste Campingplatz in Yellowstone.  Hier gibt es keine Möglichkeit, einen Platz zu reservieren, daher muss man früh da sein. Nach vielen Nächten im Auto haben wir unser Zelt direkt am Fluss aufgebaut, wir hatten ein riesen Glück, dass wir so einen schönen Platz erwischt haben.

Im Yellowstone haben wir viel angeschaut, allerdings ist der Park so groß, dass man schnell sehr große Distanzen zurücklegt. Eine Rundfahrt auf der Looproad ist immerhin 260km lang. Dafür bekommt man einen tollen Eindruck, wie die Natur sich entwickelt wenn sie in Ruhe gelassen wird. Es gibt weite Wiesen, endlose Wälder, Seen, Bäche und dazwischen immer wieder heiße Quellen und andere Spuren vulkanischer Aktivität. Das alles auf einer mittleren Höhe von 2200m über dem Meer. Das präsenteste wilde Tier ist das Bison, man sieht immer wieder große Bisonherden, oft kommt es vor, dass ein Bison auf der Straße entlangspaziert und den Verkehr behindert. An einem Abend bekamen wir sogar Besuch von zwei Bullen, einer links und einer rechts vom Zelt suchten sie den Weg über den Fluss. Wir waren überrascht, wie vorsichtig die großen Tiere um unsere Zeltleinen herumgelaufen sind.

Man muss immer damit rechnen, fotografierende Menschen auf der Straße anzutreffen, inklusive der zugehörigen, völlig unkoordiniert geparkten Autos. Wenn einmal ein richtiger Stau kommt, gibt es meist was Besonderes zu sehen. So kam es auch, dass wir unseren ersten wilden Grizzly sahen. Er war zwar weit weg, aber immerhin sichtbar. Am nächsten Tag hatten wir mehr Glück und sahen einen Grizzly keine 50m neben der Straße beim Futtern. Da es eine Nebenstraße war, waren auch nicht so viele Leute da, es war ein tolles Erlebnis, so einen großen Bären in der freien Wildbahn beobachten zu können. Weitere Highlights waren zwei große Elchbullen mit riesigen Geweihen, ein Coyote, verschiedene große Vögel und viele Pronghorns.

Da der ganze Yellowstone Park auf einem Supervulkan steht gibt es eine weitere tolle Sache – heiße Quellen. Wir waren öfters baden, einmal im Boiling River, hier fließt fast kochendes Wasser in  den Gardiner River und mischt sich in einem großen Pool zu einer perfekten Badewanne und ein anderes Mal im Firehole River. Der Firehole River ist zwar nicht so heiß, dafür kann man sich durch eine große Stromschnelle in ein großes Becken treiben lassen. Bevor wir aus dem Park rausgefahren sind waren wir dann gleich nochmal im Boiling River, hier konnte ich ein heißes Geburtstagsbad nehmen. Ich habe sogar einen amerikanischen Geburtstagskuchen mit einer extra großen Portion blauen Zuckerguss bekommen.

Nun sind wir auf dem Weg in Richtung Glacier National Park und genießen die Aussicht auf die Rocky Mountains.

2 Thoughts on “Yellowstone – Hohe Berge, wilde Tiere und endlose Wildnis

  1. Martin Giezendanner on Donnerstag, der 25. Juli 2013 at 16:01 said:

    Dear Friends; even though it is a warm evening out, I’m not on the bicycle for ones. At least, I’m riding back and forth to work… I started reading some of your articles yesterday and took great pleasure reading your storries and refreshing my memories back, when I worked in the Chicago area. Before I was travelling home, I0ve spend some time on the road, hiking, riding and sightseeing many places. However, from Chicago I drove north to Lake Superior on went for a few days to Isle Royal National Park before driving south on I35 through the twin cities and then west at some point, just as you did to Badlands National Park. There I had a close encounter with aa relativly big bison. I was taking photographs of the many prairie dogs running arround. And, when I turned arround, this bison, that was previously just a dot in the wide grasland, was as large that I thought it was best to get away on the bicycle as fast as possible. Most others were hiding in their humangous RV’s…
    I then went on as you did, Wind Cave National Park to mee looked like the country side in Jura, only Bison rather than Horses… Then, on to Yellowstone and South to Grand Teton National Park.
    I admire your stories, hope to hear more soon!
    Best, Martin

  2. Ihr Lieben,
    Wir freuen uns über die tollen Berichte und endlich wieder ganz viele schöne Fotos!
    Wir nehmen an, dass auch dem Robert und der Carla der Geburtstagskuchen gemundet hat und wünschen euch eine gute Weiterfahrt.
    Lg von der Insel
    Marlene, Larissa und Christoph

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