Von der Ebene in die Berge

Seit Chicago haben wir viel Strecke gemacht. Wir wollten möglichst schnell durch die Great Plains durch, da es dort nicht so viel zu sehen und zu machen gibt. Die Weite der Great Plains war aber sehr beeindruckend, überall Felder und dazwischen immer wieder eine Farm.

Der Badlands National Park mit seinen erodierten Felsformationen war dann ein ganz besonderer Kontrast zu der Ebene. Er wird so genannt, da die Gegend für die frühen Siedler  sehr schwer passierbar war. Wir sind spontan noch eine zweite Nacht dort geblieben, weil wir sehr nette Leute kennengelernt haben, uns die Landschaft so gut gefallen hat und wir etwas Pause vom Fahren machen wollten. Außerdem wäre es aufgrund des Nationalfeiertages (4.Juli) vielleicht schwierig geworden, woanders einen Platz zu finden. Momentan sind Sommerferien in den USA und sehr viele Familien machen einen Roadtrip durch ihr Land und legen dabei unheimlich viele Meilen in kürzester Zeit zurück. Auf dem Campground wurden wir natürlich, wie gewohnt, von vielen auf unser Auto angesprochen. So haben wir auch einen Schweizer kennengelernt, der über den Haslital Aufkleber geschmunzelt hat. Er ist zurzeit mit einer Familie aus Denver unterwegs, die gerade ihre große Reise im selbstausgebauten Auto beginnen (www.whensparksfly.org). Witt, Jen und ihr 4jähriger Sohn Quinn fahren erst nach Kanada und dann, wie wir, bis nach Südamerika. Wir haben Kontaktdaten ausgetauscht und werden einander sicherlich noch öfters entlang des Weges begegnen.

Bildergalerie:

Als wir von den Badlands Richtung Westen aufgebrochen sind haben wir zahlreiche Prarie Dogs und sogar zwei Bisons von ganz nah gesehen. Die Fahrt durch die Black Hills (sie werden wegen ihrer dunklen Nadelbäume so genannt) hat uns ein wenig an den Schwarzwald erinnert. Am nächsten Tag sind wir zum Mount Rushmore gefahren und haben uns die vier in Stein gemeißelten Präsidenten angesehen, zusammen mit hunderten weiteren Sommertouristen. Nachmittags sind wir im Wilden Westen angekommen, in Wyoming, juhu! Von einem Aussichtsturm, von dem aus ein Ranger immer nach Waldbränden sucht, hatten wir eine tolle Rundumsicht und konnten sogar den Devil’s Tower erspähen. Abends haben wir an einem schönen See im Wald gecampt, wo wir schwimmen gegangen sind und ein Lagerfeuer gemacht haben. Am nächsten Tag waren wir dann den Devil’s Tower bestaunen, der steil aus dem Boden ragt. Magma war nach oben in das Sedimentgestein eingedrungen und ist dann erstarrt. Nach und nach wurde die umgebende Erde abgetragen und der fast außerirdisch (siehe Film „unheimliche Begegnung der dritten Art“) anmutende Fels ist stehen geblieben. Wir sind außen rum gewandert gemacht und haben eine Nacht direkt am Fuße des Devil’s Tower verbracht. Nachts fühlten wir uns dem Himmel sehr nahe, da riesige und nicht enden wollende Gewitterstürme mit laut grollendem Donner über uns hinweg gezogen sind. Schon seit Pittsburgh haben wir fast jeden Tag ein Gewitter erlebt und wir können immer schon von weitem zusehen, wie sich die gewaltigen Wolkentürme aufbauen. Gerade im flachen Land haben wir tagsüber und auch nachts immer wieder die Weite des Himmels bestaunt.

Unser nächstes großes Ziel ist nun der Yellowstone National Park.

One Thought on “Von der Ebene in die Berge

  1. I saw your vehicle in the parking lot on bear tooth pass today.
    Cool vehicle.
    Can it be purchased in the USA?
    Would like to know specs .

    Enjoy the park!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

CAPTCHA-Bild

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Post Navigation