Rio Dulce

Unser Standort bei „Bruno’s“ in Rio Dulce stellte sich als hervorragend heraus. Rio Dulce gilt als der sicherste Hafen der Karibik und einige Segler trafen sich auch an der Bar. Und nach und nach trafen auch andere Overlander ein und wir konnten uns gut austauschen.

Wir machten einen wunderschönen Bootsausflug an die Küstenstadt Livingston entlang eine sehr breiten Flusses, dessen Ufer von dichtem Urwald und Indianersiedlungen gesäumt sind. Es kam schon fast Amazonasfeeling auf. Die Garafuna Siedlung Livingston war dann vor allem für die Kinder toll, sie konnten im seichten Wasser der Karibik baden und danach am großen Spielplatz mit den einheimischen Kindern spielen. In Rio Dulce haben wir nach neuen Kleidern für die Kinder geschaut und dabei festgestellt, dass überall die Kleiderspenden aus den USA verkauft werden. Die Kleider sind noch in so einem guten Zustand, dass neue Kleider gar nicht nötig sind.

Hier gibt es auch wieder einige Privatbilder von uns.

Als wir von unserem Ausflug nach Livingston zurückkamen, staunten wir nicht schlecht, dass die Camper der Kanadier Mary-Jane & Lloyd und Phyllis & Freeman neben unserem Bremach standen – wir hatten uns in Cholula, Mexiko, getroffen und seither nicht mehr gesehen. Sie waren ebenfalls auf der Flucht vor dem Regen und waren von unserem Plan, Honduras weitestgehend zu meiden, sehr angetan. Wir hatten in den letzten Wochen wenig Gutes über unsere geplante Strecke durch Honduras gehört und dahingegen viel Gutes über El Salvador. Da auch Sylvester anstand und wir genug des Regens hatten fuhren wir kurzerhand zusammen gen Westen um Neujahr am Pazifikstrand zu verbringen. Auf immer kleiner werdenden Straßen ging es durch eine zerklüftete Berglandschaft dem guten Wetter entgegen zum stillen Dörfchen Anguiatu und dem dort befindlichen Grenzübergang.

Unsere Zeit in Guatemala war also schon wieder vorüber. Wir haben nicht viel gesehen vom Land, aber das, was wir sahen, hat uns positiv überrascht. Die Leute erschienen uns sehr freundlich, wir wurden immer sehr herzlich und offen begrüßt und hatten nie das Gefühl, unwillkommen oder gar fehl am Platz zu sein. Die Straßen waren überraschend gut ausgebaut (was auch an der finanziellen Unterstützung durch die EU liegt) und die Übernachtungsplätze, die wir hatten, waren sehr schön und angenehm. Wir fühlten uns nie unsicher und trafen auch niemanden, der uns über schlechte Erlebnisse berichten konnte. Würde es uns nicht langsam nach Südamerika ziehen, wir hätten sicher noch einige Tage im guatemaltekischen Hochland verbracht.

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