Nicoya Halbinsel

Kaum in Costa Rica angekommen landeten wir auch schon im Regenwald – hohe Bäume, Vogelgezwitscher und kurze, starke Regenschauer ließen richtiges Dschungelfeeling aufkommen. Da wir mit Tanjas Schwester Natalie verabredet waren hatten wir leider nicht viel Zeit, den Dschungel zu erkunden und mussten weiter in den Süden. Dort holten wir Natalie im Four Seasons Resort ab und wurden von Tanjas Onkel und Tante, die dort ebenfalls Ferien machen, zu einer Pause am Pool eingeladen. Frisch gestärkt suchten wir uns einen schönen Strand und verbrachten dort zwei Tage zu fünft, bevor wir Natalie wieder zurück ins Hotel brachten und uns nochmals am Pool in der Sonne vergnügten. Ein paar private Bilder hiervon findet ihr hier.

Unser nächster Stopp war am Playa Junquillal bei Sibylle und Jochen. Die beiden unterhalten ein wunderschön gelegenes Gästehaus mit zwei kleinen Häuschen oberhalb eines herrlichen Sandstrandes. Als Tanja vor einigen Jahren zu einer Hochzeit in Costa Rica war, landete sie auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz zufällig bei Sibylle und wir waren eingeladen, einige Tage dort zu verbringen. Als Überraschung bekamen wir einen fantastischen Stellplatz zwischen Palmen oberhalb des Strandes auf einem kleinen Hügel, dank unseres Offroadfahrwerkes hatten wir auch keine Probleme, dorthinauf zu fahren. Hier genossen wir die Ruhe und die herrliche Aussicht und die leckeren Malzeiten (Kartoffelsalat!) von Sibylle und ich konnte endlich den langersehnten Batteriebooster (den uns Natalie mitgebracht hatte) erfolgreich ins Auto einbauen. Ein großer Dank an Sybille und Jochen für die schönen Tage bei euch!

Die weitere Fahrt führte uns um die Nicoya-Halbinsel herum. Laut Lonely Planet eines der letzten großen Offroadabenteuer für diejenigen, die das große Abenteuer suchen. Na ja, es handelte sich um eine hervorragende Schotterpiste mit drei harmlosen Wasserdurchfahrten, was auch die hohe Mietwagendichte auf der Strecke erklärte. Mit etwas mehr Bodenfreiheit als bei einem normalen PKW kommt man hier problemlos durch. Da stellt sich doch glatt die Frage, was Lonely Planet über die Pisten auf Baja California schreibt… Entlang des Weges fanden wir herrliche, abwechslungsreiche Strände und genossen die schönen Blicke auf den Pazifik. An einem dieser Strände kamen wir auch zu unserer bisher spektakulärsten Tierbegegnung – Carla entdeckte auf dem Weg vom Abendessen zur Hängematte eine Schlange und kam schnell zu uns zurück, um uns davon zu berichten. Kurz darauf zog diese Schlange einige Meter von uns entfernt vorbei und wir beobachteten sie gespannt. War die wohl giftig? Oh ja, es handelte sich um die Fer-de-Lance, eine der gefährlichsten Schlangen der Welt, die im Gegensatz zu ihren Artgenossen sehr angriffslustig ist. Zum Glück interessierte sich die Schlange nicht sonderlich für uns und so blieb es bei einer interessanten Beobachtung aus sicherer Entfernung und während viele Tierbeobachter verzweifelt nach dieser Schlange in der Wildnis suchen hat diese hier uns einen kleinen Besuch abgestattet. An einem anderen Übernachtungsplatz lagen wir morgens im Bett uns sahen die Baumwipfel heftig schaukeln: mehrere riesige Aras frühstückten dort gemütlich. Wie schön, diese prächtigen Tiere auch mal in der Wildnis zu sehen! Nachts wimmelte es zur besonderen Freude der Kinder nur so von Einsiedlerkrebsen, welche dann auch auf Carla und Roberts Händen rumkrabbeln durften. Nach einer Woche Pisten-, Strand- und Tierabenteuer nahmen wir die Fähre über die Bucht von Nicyoa rüber ans Festland von Costa Rica. Die Überfahrt stellte sich als unerwartet schwierig heraus, da an der Kasse keine US$50-Noten akzeptiert wurden und uns so US$1 für die Überfahrt fehlte. Es war nichts zu machen, selbst die umliegenden Läden wollten nicht wechseln, und uns wurde gesagt, wir sollten zurück ins nächste Dorf zur Bank fahren. Tja, wer unser Geld nicht will… Zum Glück gab es ein Stück weiter nördlich eine zweite Fähre, die US$2 weniger kostete und uns so die Überfahrt ermöglichte. Ganz schön ärgerlich und gar nicht besonders kundenorientiert.

Auf dem Festland erwischte uns in Jaco dann der Massentourismus mit voller Wucht – ein völlig überteuerter, hässlicher Campingplatz, unfreundliche Hotelangestellte und massenweise Touristen. Wir endeten am Strand, wo man super übernachten kann und nachts sogar die Polizei vorbeipatrouillierte. Dank WiFi und Wasser vom nahegelegenen Beachclub war es hier um einiges besser als auf dem Campinglatz oder einem Hotelparkplatz. Ein geplanter Abstecher zum Parque Nacional Manuel Antonio scheiterte, da wir uns von den vollen Parkplätzen und den vielen Bussen am Eingang abschrecken ließen. Im Reiseführer lasen wir denn auch, dass dieser Park bei vielen Touristen sehr beliebt ist und man eher Menschen als Tiere beobachten kann. Stattdessen fuhren wir weiter ins stille Örtchen Uvita, wo es einen tollen Campinglatz gibt und wir zufällig Marina mit Familie wieder trafen. Hier gibt es auch einen Nationalpark, in dem die Meeresfauna geschützt wird. Diese schauten wir uns auf einer Bootstour an und sahen eine Walmutter mit Riesenbaby, viele Delphine, eine schöne Küste und ich sah beim schnorcheln schon wieder eine Meeresschildkröte. Hier werden wir uns nun mal wieder vom Pazifik verabschieden und in die Berge fahren. Bis zum nächsten Mal, dann vielleicht aus der Karibik!

Wie immer gibts hier auch ein paar private Bilder.

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