Grutas Tolantongo

Einfach unglaublich, was die Natur für ein Badeparadies geschaffen hat! Tolantongo hat alles geschlagen, was wir bisher an heißen Quellen kannten – und das will was heißen!

Um dorthin zu gelangen muss man in eine beeindruckende Schlucht 600m hinunter fahren. Wasser wird dort in den Höhlen „Grutas La Gloria“ durch geothermische Aktivität gewärmt und von Mineralien türkis gefärbt.

Zuerst waren wir im warmen Fluss Tolantongo baden, der durch mehrere Staustufen in große Becken unterteilt wird. Darin kann man sich super treiben lassen und am Rand wieder zurück schwimmen. Anschließend sind wir zur Quelle des Flusses gewandert, wo man durch einen kalten Wasserfall in einen 40m lange Höhle („El Tunnel“ genannt) gelangt, aus deren Wände überall etwa 38 Grad warmes Wasser geflossen kommt. Es gibt kein künstliches Licht und so haben wir uns den Weg im Dunkeln voran getastet. Die Füße standen plötzlich in tieferem Wasser, vorsichtig fühlten wir mit Händen und Füßen weiter: ein tiefes Becken mit perfekter Badewannentemperatur. Dahinter ist bald das Ende des Tunnels erreicht.

Wenige Meter unterhalb befindet sich eine weitere, viel geräumigere Höhle. Hier kommen große Mengen an angenehm heißem Wasser aus einigen Löchern in der Decke geschossen. Das Wasser ist an einigen Stellen perfekt zum Liegen und an anderen kann man gerade noch so stehen. Es gibt noch eine Nebenhöhle, die wir dank anderer Badegäste mit wasserdichter Taschenlampe sehen konnten. Dort sprudelte ein regelrechter Fluss an warmem Wasser aus der Wand. Die Ablagerungen der Mineralien haben wundervolle Strukturen an den Wänden geschaffen, die man ewig betrachten kann.

Am nächsten Tag waren wir im anderen Teil des Badeparadieses, wo zahlreiche unterschiedlich geformte kleine Becken wunderschön im Wald an die Wand gebaut worden sind. Das Wasser fließt an mehreren Stellen von einem Becken ins nächste und es ist eine sportliche Ambition, an einem Tag alle Becken auszuprobieren.

Wir waren unter der Woche dort und haben gestaunt, was für eine Infrastruktur dort angelegt ist. Am Wochenende muss wohl halb Mexiko dort sein. Für uns war es angenehm leer und es hat uns nicht gestört, dass keiner der unzähligen Essenstände geöffnet war. Die ganze Anlage war (vor allem für mexikanische Verhältnisse) äußerst gepflegt und sauber. Der Abstecher dorthin ist den Weg auf jeden Fall wert. Man kommt dabei an der Stadt Ixmiquilpan vorbei, die in keinem unserer Reiseführer erwähnt wird. Wir haben gestaunt, wie groß die Stadt ist und wie viele Läden es dort gibt. Hätten wir das gewusst, hätten wir uns die Umgebung sicher intensiver angesehen. Auf unserer Weiterfahrt haben wir noch zahlreiche Wasserparks entlang der Straße gesehen. Die Bademöglichkeiten in dieser Gegend Hidalgos scheinen endlos.

Unsere Bildergalerie:

Und hier gibt es noch ein paar Privatbilder.

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