An der unbekannten Golfküste

Nach unserem gewaltigen Abstieg herab vom Orizaba erreichten Veracruz an der Golfküste. Veracruz ist eine große Hafenstadt und entsprechend herrscht dort reges Treiben. Hier sind es weniger die besondere Architektur oder eine tolle Kirche, die die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Veracruz ist vor allem lebendig – laute Musik, viel feines Essen und Leben auf der Straße. Wir konnten mal wieder einige Dinge erledigen und hatten ein besonderes Erlebnis, von dem wir etwas später berichten werden. Da müsst ihr euch aber noch etwas gedulden. Da Veracruz nicht die üblichen Attraktionen bietet und etwas abseits der großen Touristenroute liegt ist diese Stadt eher untouristisch und eine wirklich typisch mexikanische Hafenstadt. In der ganzen Umgebung von Veracruz gibt es zwar viel Küste, doch diese lädt nicht gerade zum Baden ein: der Strand ist nicht besonders sauber, das Wasser voller Sedimente und am Horizont sind entweder Frachtschiffe oder Ölbohrplattformen. Dies ist sicherlich ein weiterer Grund, weshalb die meisten Touristen Veracruz auf ihrer Reise gen Yucatan links liegen lassen.

Passend zum Wochenende sind wir dann mal wieder an ein besonders beliebtes Ausflugsziel der Veracruzianer gefahren – den Lago de Catemaco. Dies ist ein großer See umgeben von erloschenen Vulkanen und einem der letzten intakten Dschungelgebiete der Golfküste. Die sogenannte Autobahn führte mal wieder über zahllose Topes entlang der Atlantikküste und diverser großer Sumpfgebiete in ein kleines Vulkangebiet etwas weiter im Süden. Plötzlich tauchten wir hier in den Regenwald ein, umgeben von undurchdringbarem Unterholz und gewaltigen Bäumen. Dank diverser anderer Reiseblogs fanden wir einen tollen Campingplatz auf einer Lichtung direkt am See, der nur über eine enge, fast zugewachsene Dschungelpiste erreichbar war. Dort turnten Brüllaffen durch die Bäume und während wir uns im Naturpool aalten und die tolle Wasserrutsche in den See testeten kamen zwei Tukane vorbei. Hier genossen wir die Ruhe – es war mal wieder Wochenende und es war schon wieder nichts los – und zu uns gesellte sich noch Marc aus Frankreich, der bereits seit einigen Jahren auf der ganzen Welt unterwegs ist und uns mit zahlreichen Tipps und frisch gebackenem Brot und Schokoladenkuchen versorgte. Was für ein Traum, endlich mal wieder richtig gutes Brot zu essen und das noch mitten im Dschungel! Hier hätten wir es noch lange ausgehalten, doch wir wollten langsam weiter und etwas vorwärts kommen, schließlich sind wir schon eine ganze Weile in Mexiko.

Bereits in Veracruz hatten wir gehört, dass Yucatan zur Zeit besonders feucht sei. Ein ungewöhnlich stabiles Tief hängt über dem karibischen Meer und versorgt die Halbinsel mit viel Regen und feuchtwarmer Luft. Da hatten wir natürlich überhaupt keine Lust drauf und haben uns nach dem Frühstück spontan für eine neue Route weiter durch Mexiko entschieden, in Gebiete die auch Marc uns ans Herz gelegt hat. Statt flachem Dschungel und Mayapyramiden fuhren wir in die steilen Berge der Sierra Madre.

Hier ist unsere Bildergalerie:

Und hier gibt es noch einige Privatbilder.

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