Der Nordwesten – archaische Wälder und schneebedeckte Vulkane

Noch in Kanada, haben wir auf dem Weg nach Vancouver einen Klettertag in Squamish eingelegt. Die Kinder haben schön am Fuße der Felsen im Wald gespielt, während wir endlich unsere Kletterausrüstung einsetzen konnten. Das werden wir woanders auf jeden Fall wiederholen, da sowohl für uns als auch mit den Kindern alles super geklappt hat. Am Tag darauf haben wir einen Meilenstein gefeiert, als wir endlich wieder das Meer sahen: die erste große Teilstrecke vom Atlantik an den Pazifik ist geschafft!

In Vancouver haben wir uns zwei Fahrräder und einen Anhänger für die Kinder gemietet und konnten so in kurzer Zeit viel sehen. Die Stadt hat uns sehr gut gefallen und das Fahrradfahren hat viel Spaß gemacht. Noch am selben Abend sind wir zurück in die USA gefahren und sind an der Grenze länger aufgehalten worden, allerdings nur, weil die Grenzbeamten unser Fahrzeug bestaunen wollten. Carla und Robert konnten sich am nächsten Morgen über den perfekten Übernachtungsplatz freuen, denn direkt neben dem Bremach war ein Spielplatz. Wir haben auf einem Schulparkplatz übernachtet und netterweise wurden uns morgens auch noch die Toiletten aufgesperrt.

Wir sind die lange, aber sehr lohnenswerte Stichstraße zum Mt. Baker hochgefahren. Erst gab es richtige unangetastete Wälder mit hohen, moosüberwachsenen Bäumen zu sehen, anschließend eine fantastische Sicht auf die gletscherbehangenen Berge.

Weiter ging es dann zum Mt. Rainier, wo uns allerdings eine Kombination aus Wolken, aufgewirbeltem Staub und Rauch von Waldbränden die Sicht auf den mächtigen Vulkan stahl. Also sind wir kurzerhand weiter zum Mt. St. Helens, wo uns eine bessere Aussicht vergönnt war. Der Ausbruch des Vulkans im Jahre 1980 hat die Landschaft hier drastisch verändert und Unmengen an Bäumen wurden von einem Moment auf den anderen umgehauen. Auch wenn sich die Natur inzwischen gut erholt hat und die Pflanzen sprießen, konnten wir diese plötzliche Leere immer noch fühlen. Tags drauf haben wir die Ape Caves, eine fast 2000 Jahre alte Lavahöhle, erforscht. Was für ein Erlebnis für die Kinder, sich nur mit Stirnlampen im kompletten Dunkel zu orientieren.

In Portland haben wir uns mit Freunden aus Deutschland getroffen, die zufällig auch gerade die gleiche Route haben wie wir. Abends gab es beste Steaks vom Whole Foods und einige leckere Bierchen aus den lokalen Brauereien am Lagerfeuer.

Nun fahren wir weiter durch die Cascades und staunen, wie viel dichter und hoher Wald hier wächst und wie viele mächtige Vulkane in den Himmel ragen. Dazu gibt es heiße Quellen, kühle Seen und ausgezeichnete Plätze fürs Wildcampen. Inzwischen sind wir richtig gut ins kostenlose Übernachten reingekommen und gehen nur noch selten auf Campgrounds. Das bietet sich hier auch wirklich an, da das Wildcampen in den State Forrests erlaubt ist und man sich die schönsten Plätze aussuchen kann. Im Willamette Forrest war zwischen Breitenbush Hot Springs und Detroit wirklich jeder Waldweg, der von der Hauptstraße wegführte, besetzt mit Campern und Zelten. Inzwischen haben Carla und Robert auch ihren ersten richtigen Gipfel bestiegen, wir haben den 2764m hohen Vulkan Mt. Bachelor erklommen.

Nach einigen kälteren Tagen sind wir nun wieder in heißeren Gegenden und fahren stetig gen Süden. In eine Monat müssen wir die Grenze nach Mexico schon übertreten haben.

One Thought on “Der Nordwesten – archaische Wälder und schneebedeckte Vulkane

  1. Hallo Ihr Lieben,
    Ein richtig cooles Websitebild habt ihr da am Start!
    Lg,
    JoLeFaTi

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