Cordillera Neo-Volcánica

Wir haben zwei Nächte in Cholula verbracht, wo wir wieder nette Reisende kennengelernt haben: Dominik und Omaira mit ihren Kindern Oriana und Damiana aus der Schweiz und zwei befreundete ältere Pärchen aus Kanada. Nach einem Stadtbesuch von Puebla, der im Regen endete, sind wir am nächsten Tag bei strahlendem Sonnenschein zu der archäologischen Stätte von Cholula, wo mehrere Pyramiden aufeinander gebaut worden sind bis es am Ende die größte Pyramide war, die je gebaut wurde. Diese wurde mit den Jahren von Vulkanasche bedeckt, so dass es wie ein großer Hügel aussieht. Der Kolonialmacht fiel nichts Besseres ein, als darauf auch noch eine Kirche zu setzen. Die Ruinen kann man mittels in den Berg gegrabener Tunnel besichtigen und der Aufstieg zur Kirche lohnt sich, weil man von oben eine tolle Sicht hat. Wir haben uns mit ein paar Grashüpfern gestärkt, eine proteinreiche Spezialität, welche auch ganz besonders den Kindern Spaß gemacht hat.

Bildergalerie von Puebla und Cholula:

Der Vulkan Popocatepetl hatte uns schon am Morgen mit ein paar Rauchzeichen begrüßt und abends waren wir ihm schließlich ganz nahe, als wir auf dem 3700m hohen Paso de Cortés zwischen Popo und Iztaccíhuatl genächtigt haben. Ein Höhenrekord für 80% von uns (Kinder, Bremach und ich), der zum Glück keinem Probleme bereitet hat. Der Popo ist schon seit einigen Jahren wieder verstärkt aktiv und daher gesperrt. Wir haben also eine kleine Wanderung auf dem Izta gemacht und trafen viele mexikanische Wochenend-Bergsportler. Auf unserer bisher höchsten Familienwanderung haben wir es bis auf 4280m geschafft, dann hatten die Kinder in der dünnen Luft nur noch wenig Lust auf Bewegung und uns hat die zähe Wolkendecke nicht zu höherem motiviert .

Bildergalerie vom Paso de Cortes:

Zurück in Cholula haben wir Brigitte und Franz aus der Schweiz kennengelernt. Die Frauen haben schnell herausgefunden, dass die Männer sich den gleichen Berg in den Kopf gesetzt haben. Und so waren wir bald alle zusammen auf dem Weg zum Pico de Orizaba, dem höchsten Berg Mexikos. Der Bremach kämpfte sich brav die schlechte Piste gen Refugio Fausto Gonzales Gomar nach oben und wir waren erstaunt, wie anstandslos der Sprinter von Franz und Brigitte mit defektem Allradantrieb hinterher kam. Bis die weiche Vulkanasche schließlich doch kleinere Gänge, Allrad und Differentialsperre forderte. Bis zum Einbruch der Nacht waren wir dann damit beschäftigt, auf 4300m Höhe den Sprinter mehrmals aus dem Dreck zu ziehen. Eine spannende Angelegenheit für Groß und Klein. Wir richteten uns also etwas weiter unten für die Nacht ein. Max und Franz sind am folgenden Nachmittag zu Fuß zum Refugio, der einfachen Berghütte auf 4660m, gelaufen und konnten am nächsten Morgen bei perfekten Schnee- und Eisverhältnissen bis zum 5610m hohen Gipfel steigen. Endlich auch ein neuer Höhenrekord für Max! Nur die wolkenverhangene Sicht und ein eiskalter Föhnsturm trübten das Gipfelglück auf dem höchsten Punkt zwischen Kanada und Ecuador ein klein wenig. Pünktlich zur Mittagszeit waren die beiden Männer wieder bei ihren Familien im Basecamp. Noch am selben Tag sind wir dann von über 4000m auf Meereshöhe hinunter gefahren und gelangten in Veracruz zu ersten Mal an die Karibikküste. Unser erster Eindruck: ganz schön dicke Luft hier unten!

Bildergalerie vom Pico de Orizaba:

Etwa fünf Wochen nachdem wir den Pazifik verlassen haben sind wir nun wieder bereit für mehr Meer. Dank des neuen Moskitonetzes, das wir von Brigitte und Franz bekommen haben, ist der Bremach auch gut gegen die Plagegeister gewappnet.

Und wie immer gibt es hier am Schluss noch ein paar Privatbilder.

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